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Presse-Mitteilungen

21.07.2021 - Klimawende Köln und RheinEnergie verständigen sich auf beschleunigten Klimaschutz

Mediation zwischen Klimawende Köln und RheinEnergie erfolgreich beendet

GEMEINSAME PRESSEINFORMATION

Die Initiative Klimawende Köln und die RheinEnergie haben sich in einem Vermittlungs-verfahren verständigt, die Umstellung der RheinEnergie auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Zielsetzung ist eine vollständige Dekarbonisierung der gesamten Strom- und Wärmeversorgung bis spätestens 2035. Bislang sah die Klimaschutz-Roadmap der RheinEnergie dafür das Jahr 2040 vor. Anlass des Verfahrens war das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative Klimawende Köln „100% Ökostrom bis 2030“, das eine vollständige Umstellung der Stromversorgung und -erzeugung bis 2030 fordert. Als Ergebnis des Vermittlungsverfahrens wird Klimawende Köln das Bürgerbegehren derzeit nicht in den Rat einbringen, so dass ein möglicher Bürgerentscheid zeitgleich mit der Bundestagswahl ausgeschlossen ist.

Die Verwaltung der Stadt Köln hatte einen Vermittlungsprozess zwischen Klimawende und RheinEnergie organisiert und diesen aktiv begleitet. Mit der Vermittlung wurde der wissenschaftliche Geschäftsführer des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Prof. Dr. Manfred Fischedick, beauftragt.

In den intensiven Gesprächen von Anfang März bis Mitte Juli haben die Beteiligten die bisherigen und geplanten Klimaschutzaktivitäten der RheinEnergie gemeinsam analysiert. Es wurden mehrere Szenarien betrachtet, in denen sich, abhängig von den politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, der Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung beschleunigen lässt. Im Unterschied zu der ursprünglichen Forderung von Klimawende Köln haben die Beteiligten dabei nicht nur die Stromversorgung in den Fokus genommen, sondern die gesamte Strom- und Wärmeversorgung der RheinEnergie – in Köln und bundesweit.

Die Dekarbonisierung wird mit konkreten Maßnahmen erfolgen. Deren zeitliche Umsetzung ist abhängig von der energiewirtschaftlichen Entwicklung. Der Umbau hin zu einer CO2-freien Energieversorgung betrifft den bundesweiten Ausbau der Erneuerbaren Energien einschließlich einer Solaroffensive in Köln, die zügige Umstellung auf regenerativen Strom für die Kundinnen und Kunden sowie die Umgestaltung der Heizkraftwerke und Wärmenetze. Für die Umsetzung wurde ein jährliches Monitoring vereinbart. Darüber hinaus bleiben Klimawende Köln, die Stadtverwaltung und RheinEnergie weiterhin im engen Austausch miteinander.

Gemeinsam bitten Klimawende Köln und RheinEnergie die Stadtverwaltung, auf der Grundlage der Arbeitsergebnisse bis Ende des Jahres entsprechende Vorlagen in den Rat einzubringen. Bei hinreichenden Ratsbeschlüssen wird Klimawende Köln auf das ursprünglich angestrebte Bürgerbegehren abschließend verzichten.

Stimmen zur Einigung

Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Stadt Köln
„Ich freue mich sehr, dass dieser Kompromiss erzielt werden konnte und wir eine gemeinsame Basis haben, die es nun gilt, in die Tat umzusetzen. Mit einer breiten Allianz für den Klimaschutz können wir unsere ambitionierten Ziele erreichen. Dies ist eine große Chance für Köln und ich hoffe, dass dabei ein starkes Bündnis aus Rat, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entsteht.“

Tim Petzoldt, Klimawende Köln
„Klimawende Köln hat über 30.000 Unterschriften von Kölner Bürger*innen gesammelt, die mehr Klimaschutz in Köln fordern. Wir zeigen nun einen konkreten Weg auf, wie wir gemeinsam mit der RheinEnergie und der Stadt Köln die Dekarbonisierung nicht nur von Strom, sondern auch von Wärme bis 2035 erreichen. Uns ist es wichtig, dass die Energiewende in Köln jetzt deutlich beschleunigt wird.“

Dr. Dieter Steinkamp, RheinEnergie
„Mit der vereinbarten Zielsetzung und deren Umsetzung übernehmen wir in vorderster Reihe unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung für den Klimaschutz in Köln. Wir werden den Umbau unserer sicheren Versorgungssysteme weiterhin konsequent angehen und immer wieder beschleunigen, sobald der energiewirtschaftliche Rahmen dies jeweils erlaubt.“

Prof. Dr. Manfred Fischedick, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
„RheinEnergie, Klimawende Köln und die Stadt Köln machen sich unumkehrbar auf den Weg zu einer vollständigen Dekarbonisierung der Strom- und Fernwärmeerzeugung, der 2035 abgeschlossen sein soll. Dieser klare Zielfokus und der festgelegte konkrete Umsetzungsfahrplan setzen ein starkes Zeichen für den notwendigen Klimaschutz auf regionaler Ebene.“

 

 

23.06.2021 - RheinEnergie nicht aus der Hand geben

 limawende Köln kritisiert die Privatisierung des städtischen
Energieversorgers

 Köln, 23.06.2021. Am Donnerstag demonstriert Klimawende Köln zusammen mit zahlreichen Klimagruppen und privatisierungskritischen Gruppen auf dem Alter Markt. Anlass ist die morgige Ratssitzung, in der die Erhöhung der Anteile der E.ON-Tochter Westenergie an der RheinEnergie beschlossen werden soll – in einem ersten Schritt auf 24,9%, aber perspektivisch bis auf 40% und damit deutlich über der Sperrminorität.

„Wir sollten unsere RheinEnergie nicht in die Hände eines der größten privaten Energieversorger in Europa geben, dessen vorrangiges Ziel es ist, Profit zu machen,“ sagt Tim Petzoldt von Klimawende Köln und unterstreicht damit die Meinung vieler Ratsmitglieder, dass die Gewinne der RheinEnergie weiter an die KVB, Kölner Bäder und in den städtischen Haushalt fließen sollen.

In der morgigen Sitzung will der Stadtrat auch beschließen, dass die Stadt Köln bis 2035 klimaneutral wird. „Es ist ein Unding, dass E.ON die kommunalen Klimaschutz-Bemühungen im Vorfeld der Ratssitzung attackiert“, kritisiert Petzoldt die Aussage, von E.ON, nicht vor 2040 klimaneutral werden zu wollen.

„Was wir jetzt benötigen, sind Investitionen in Erneuerbare Energien“, so Petzoldt weiter. Die Klimaschützer*innen befürchten, dass mit der sogenannten “strategischen Partnerschaft“ mit der WestEnergie die negativen Folgen vergleichbarer Privatisierungen in der Vergangenheit wiederholt werden, wie die Streichung von Arbeitsplätzen und
unzureichende Maßnahmen für den Klimaschutz.

Im Bündnisvertrag zwischen Grünen, CDU und Volt hatten die Parteien im Herbst 2020 noch vereinbart: „Wir wollen die heute bestehenden maßgeblichen Kontrollrechte der Stadt Köln an der Rhein-Energie nicht reduzieren und unsere Mehrheitsrechte behalten.“

Dies hat die Bürgerinitiative Klimawende Köln zum Anlass genommen, um sich am Dienstag den 22.6.2021 mit einem offenen Brief an alle Ratsmitglieder zu wenden, mit der Forderung der weiteren Privatisierung der RheinEnergie nicht zuzustimmen.

Klimawende Köln ist eine Initiative von Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Um das 1,5 °C-Klimaschutzziel von Paris zu erreichen, fordert die Bürgerinitiative mit einem Bürgerbegehren von der RheinEnergie, ab 2030 nur noch echten Ökostrom zu liefern.

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*An die Redaktionen*

Unseren offenen Brief an die Ratsmitglieder finden Sie im Anhang dieser Mail.

Weitere Informationen zu der Protestaktion am Donnerstag den 24.06. ab 12:30 Uhr auf dem Alter Markt finden Sie unter:
https://klimawende.koeln/events/protestaktion-gegen-die-privatisierung-der-rheinenergie/

*Fotos zur freien Verwendung*
Unter https://www.flickr.com/photos/klimawendekoeln/ finden Sie Fotos zur freien Verwendung. Wir bitten dabei um die Angaben „Klimawende Köln + Name der Fotografin / des Fotografen“.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

 

28.04.2021 - Bürgerbegehren auf der Zielgeraden

Klimawende Köln hat 24.000 Unterschriften eingereicht

Köln, 28.4.2021 – Das Bürgerbegehren der Klimawende Köln geht in die finale Runde. Die Bürgerinitiative will erreichen, dass die RheinEnergie ab 2030 nur noch echten Ökostrom liefert. Damit der Stadtrat sich mit der Forderung befasst, werden 24.625 gültige Unterschriften benötigt. Mit der Einreichung weiterer Unterschriften am Mittwoch Vormittag hat Klimawende Köln dem Wahlamt jetzt insgesamt 24.000 Unterschriften zur Prüfung vorgelegt.

Seit Anfang März ist Klimawende Köln außerdem in intensiven Gesprächen mit Vertreter:innen der RheinEnergie und der Stadtverwaltung. Noch bis zum 25. Mai versuchen die Beteiligten, einen gemeinsamen Maßnahmenplan für die Kölner Energiewende im Strom- und Wärmesektor zu erarbeiten. „Bis Ende Mai werden wir die Einreichung der Unterschriften für unser Bürgerbegehren jetzt stoppen und das Ergebnis der Verhandlungen mit der RheinEnergie abwarten“, erklärt Christian Althoff.

„Noch sehen wir eine reelle Chance, mit der RheinEnergie einen ambitionierten Fahrplan für eine klimaneutrale Energieversorgung deutlich vor 2035 zu verabreden. Falls uns das nicht gelingt, werden wir unser Bürgerbegehren in den Rat zur Abstimmung bringen“, erläutert Tatjana Krischik von Klimawende Köln.

Bereits am Freitag hat die Bürgerinitiative die Prüfung der formalen Zulässigkeit ihres Bürgerbegehrens bei der Stadtverwaltung beantragt. Wenn diese innerhalb der Frist von acht Wochen von der Stadtverwaltung bestätigt und vom Stadtrat beschlossen wird, kann über das Bürgerbegehren in der Ratssitzung am 18. August inhaltlich entschieden werden.

Klimawende Köln ist eine Initiative von Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Um das 1,5 °C-Klimaschutzziel von Paris zu erreichen, fordert die Bürgerinitiative mit einem Bürgerbegehren von der RheinEnergie, ab 2030 nur noch echten Ökostrom zu liefern.*

 

21.03.2021 - Bürgerbegehren geht in den Endspurt

Klimawende Köln sammelt über 2.600 Unterschriften an nur einem Wochenende

Köln, 21.3.2021 – Am Freitag und Samstag hat Klimawende Köln mit vielen Unterstützer:innen im gesamten Stadtgebiet Unterschriften für das Bürgerbegehren „100 % Ökostrom bis 2030“ gesammelt. Mehr als 20 Teams folgten dem Aufruf „Challenge 2030“ und so kamen an nur einem Wochenende über 2.600 Unterschriften zusammen. „Aus einem Wortspiel – 2030 Unterschriften für Ökostrom bis 2030 – haben wir Realität gemacht“, resümiert Ulrike Berger. „Wir bedanken uns bei allen Unterstützer:innen, die unser Bürgerbegehren einen großen Schritt nach vorne gebracht haben.“

Vor zwei Wochen erklärten Meteorologen das Jahr 2020 zum zweitwärmsten Jahr weltweit. Zuvor stellte das UN-Klimasekretariat in Bonn fest, dass die bisher eingereichten Klimaschutz-Maßnahmen der 196 Mitgliedsstaaten des Weltklimaabkommens bei Weitem nicht ausreichen, die globale Temperaturerhöhung auf unter 1,5 °C zu begrenzen. „Wir steuern derzeit auf eine globale Temperaturerhitzung von drei bis vier Grad Celsius zu“, sagt Tim Petzoldt. „Wir müssen alles uns Mögliche tun, um unnötige CO2-Emissionen sofort einzustellen!“

Mit dem Bürgerbegehren möchte die Bürgerinitiative erreichen, dass die RheinEnergie nur noch CO2-freien Strom herstellt und verkauft. Dazu sind etwa 25.000 Unterschriften von Kölner Bürger:innen nötig. Am 3.3.2021 teilte Klimawende Köln mit, dass sie die ersten 10.000 Unterschriften beim Wahlamt zur Prüfung eingereicht hatte. Bis Ende Mai will die Initiative die notwendigen Unterschriften zusammen haben, sodass das Bürgerbegehren im Juni im Stadtrat zur Abstimmung gestellt werden kann.

Quellen:
26.02.2021, Klimareporter: “Alarmstufe Rot” bei den internationalen Klimazielen
9.3.2021, WDR: Klima: 2020 war das zweitwärmste Jahr weltweit

Fotos von der Übergabe:
Gerne stellen wir Ihnen unsere Fotos von den Unterschriftensammlungen zur freien Verwendung unter Angabe des Namens des Fotografen bzw. der Fotografin zur Verfügung unter: https://www.flickr.com/photos/klimawendekoeln/

 

03.03.2021 - Klimawende Köln reicht 10.000 Unterschriften ein

Bürgerinitiative gibt erste Unterschriften für Bürgerbegehren „100 % Ökostrom ab 2030“ beim Wahlamt ab

Köln 3.3.2021, Mit dem heutigen Mittwoch hat die Bürgerinitiative Klimawende Köln insgesamt 10.000 Unterschriften zur Prüfung beim Kölner Wahlamt eingereicht. Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren benötigt die Initiative mindestens 24.625 gültige Unterschriften. Da die Angaben auf den Unterschriftenblättern für jede Unterschrift einzeln geprüft werden müssen, ist der Aufwand recht groß, so dass Klimawende Köln dem Wahlamt alle 14 Tage mindestens 2.000 Unterschriften zur Prüfung vorlegt.

„Wir sind gut im Plan, weitere Ordner mit Unterschriftenblättern stehen zur Übergabe schon bereit“, sagt Anna Roil von Klimawende Köln. Die Corona-Pandemie ist für die Bürgerinitiative eine große Herausforderung und verlangt viel Kreativität. „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Stadtrevue die Möglichkeit eingeräumt hat, in ihrer Januar-Ausgabe ein Unterschriftenblatt beizulegen,“ erklärt Roil weiter. „Außerdem haben wir 40.000 Unterschriftenbögen als Hauswurfsendung im gesamten Stadtgebiet verteilt.“

Klimawende Köln führt nicht nur das Bürgerbegehren durch, das im Juni in den Stadtrat eingebracht werden soll, sondern auch intensive Gespräche mit der RheinEnergie und den Politiker:innen des Kölner Stadtrates. „Mit unserem Bürgerbegehren wollen wir zeigen, dass die Kölnerinnen und Kölner „100 Prozent Ökostrom von der RheinEnergie“ wünschen“, erläutert Christian Althoff „Ebenso wichtig finden wir, gemeinsam mit der RheinEnergie und der Politik einen parteiübergreifenden Konsens für eine Kölner Energiewende zu finden, die jetzt begonnen werden muss.“

Klimawende Köln ist eine Initiative von Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Um das 1,5 °C-Klimaschutzziel von Paris zu erreichen, fordert die Bürgerinitiative mit einem Bürgerbegehren von der RheinEnergie, ab 2030 nur noch echten Ökostrom zu liefern.

Möglichkeit für ein Interview:
Mittwoch, den 3.3.2021 – Unterschriftenabgabe: um 11 Uhr
Kölner Wahlamt: Dillenburger Straße 68-70, 51105 Köln
In der Zeit von 10:45 bis 11:15 Uhr stehen Ihnen Vertreter:innen von Klimawende Köln vor dem Wahlamt für ein Interview und Rückfragen zur Verfügung.

Corona-Hinweis:
Bitte tragen Sie eine FFP2-Maske oder medizinische Maske und halten Sie einen Abstand von mindestens 2 m zu allen beteiligten Menschen vor Ort ein.

Fotos von der Übergabe:
Gerne stellen wir Ihnen unsere Fotos von der Übergabe zur freien Verwendung unter Angabe des Namens des Fotografen bzw. der Fotografin zur Verfügung unter: https://www.flickr.com/photos/klimawendekoeln/

 

12.02.2021 - Stadt Köln, Klimawende Köln und RheinEnergie vereinbaren einen Vermittlungsversuch

Die Stadt Köln, die Initiative Klimawende Köln und die RheinEnergie haben sich darauf verständigt, sich über ihre Ziele und Positionen zum Erreichen einer klimaneutralen Energieversorgung in Köln auszutauschen und den Versuch zu unternehmen, gemeinsam Lösungswege für die Stadt zu entwickeln. Der vertrauliche Dialog läuft von nun an bis Ende Mai und soll von einem neutralen Moderator begleitet werden. Die Initiative zum Gespräch war von der Fraktion der Grünen im Rat der Stadt ausgegangen. Die Beteiligten wünschen sich, die Energiewende in Köln gemeinsam und konstruktiv voranzubringen.

04.02.2021 - Klimawende Köln fordert mehr Transparenz von RheinEnergie

Energieversorgerin verweigert detaillierte Auskunft über CO2-Emissionen

Köln – Für Donnerstagnachmittag, den 4.2.2021 rufen Attac Köln, Greenpeace Köln und Klimawende Köln zu einer Kundgebung mit dem Titel „RheinEnergie in Bürgerhand“ auf dem Alter Markt auf. Währenddessen tagt der Stadtrat im Gürzenich und behandelt in fünf Tagesordnungspunkten die RheinEnergie – vier davon im nicht-öffentlichen Teil.

„Nachdem wir die RheinEnergie wiederholt um Auskunft über die CO2-Emissionen ihrer Erdgas-betriebenen Anlagen gebeten hatten, freuen wir uns, dass dieses Thema jetzt auf der Tagesordnung im Stadtrat steht“, erklärt Tim Petzoldt von Klimawende Köln. Die RheinEnergie betreibt neben vier großen Heizkraftwerken und vier Heizwerken außerdem 47 Blockheizkraftwerke und 392 Nahwärme-Anlagen[1]. „Nur wenn wir wissen, wo wie viel CO2 entsteht, kann die Stadtgesellschaft Lösungen erarbeiten, wie Köln bis 2030 klimaneutral wird.“

Zeitungen berichteten in den vergangenen Wochen, dass die E.ON-Tochter Westenergie in einem ersten Schritt 4,9 Prozent der RheinEnergie erhalten soll. Danach wären nur noch 75,1 % der Anteile der RheinEnergie in kommunaler Hand. Die Bürgerinitiative sieht diese Privatisierung mit großer Sorge. „Die Stadtratsmitglieder müssen sich die Frage stellen, inwieweit eine weitere Privatisierung der RheinEnergie den Kölnerinnen und Kölnern und dem Klima nützt – und was genau die Westenergie bzw. E.ON sich von diesem Deal erhoffen. Um die Energiewende in Köln voranzubringen, benötigen wir ein Stadtwerk in kommunaler Hand – ein strategischer Partner, der die Gewinne der RheinEnergie abschöpfen will, ist da wenig hilfreich“, so Petzoldt.

Klimawende Köln ist eine Initiative von Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Um das 1,5 °C-Klimaschutzziel von Paris zu erreichen, fordert die Bürgerinitiative mit einem Bürgerbegehren von der RheinEnergie, ab 2030 nur noch echten Ökostrom zu liefern. Klimawende Köln setzt dabei auf den Dialog mit RheinEnergie, dem Stadtrat und allen Bürger:innen, die sich für die Energiewende interessieren und engagieren wollen.

[1] Konzernspiegel 2020 der „Stadtwerke Köln GmbH“

 Möglichkeit für ein Interview
Heute, Donnerstag, den 4.2. um 14 Uhr steht Ihnen Tim Petzoldt während der Kundgebung auf dem Alter Markt für ein Interview und Rückfragen zur Verfügung. 

15.01.2021 - Klimaschutzplan führt in die Irre

Klimawende Köln untersucht und bewertet die „Roadmap“ der RheinEnergie

Köln – Die RheinEnergie will klimaneutral werden und hat dazu eine „Roadmap für den Klimaschutz“ vorgestellt. Expert:innen der Bürgerinitiative Klimawende Köln haben den Plan ausführlich analysiert. Fazit: Die geplanten Maßnahmen in den nächsten Jahren reichen bei Weitem nicht aus. Bis 2033 würde die RheinEnergie nur etwa 10 % des heutigen CO2-Ausstoßes einsparen.

Die RheinEnergie verbraucht bis 2036 das gesamte CO2-Budget der Stadt Köln
Laut ihrer Roadmap will die RheinEnergie Strom und Wärme erst bis 2040 vollständig klimaneutral bereitstellen. Folgt man diesem Plan und summiert die Emissionen der einzelnen Jahre von 2021 bis 2040, ergibt sich eine Gesamtsumme von 48,2 Mio. t CO2. Im Jahr 2036 hätte die RheinEnergie das gesamte CO2-Restbudget für Köln[1] aufgebraucht.

Weitere Investitionen in Gaskraftwerke
Für die nächsten Jahre setzt die RheinEnergie in ihrer Roadmap weiterhin auf fossile Energieträger. In Köln sollen Erdgas-betriebene Heizkraftwerke hinzugebaut werden. Die RheinEnergie investiert damit weiter in die Kraft-Wärme-Kopplung, bei der durch die Verbrennung von Kohle und Gas Strom erzeugt wird. Die Abwärme wird dann als Fernwärme genutzt. Mit zunehmendem Ausbau der erneuerbaren Stromversorgung wird es immer häufiger dazu kommen, dass der Strom aus der Kraft-Wärme-Kopplung nicht benötigt wird. Wenn mit diesen Kraftwerken dann Fernwärme produziert wird, drücken sie gleichzeitig erneuerbaren Strom aus dem Netz.

Wasserstoff als Energiequelle noch Zukunftsmusik
Ab 2040 will die RheinEnergie ihre Kraftwerke auf Wasserstoff umstellen. Heute ist noch schwer vorhersagbar, ob grüner Wasserstoff, der durch die Elektrolyse von Wasser mittels erneuerbarem Strom entsteht, ausreichend verfügbar sein wird und ob er in der Wärmeversorgung wirtschaftlich eingesetzt werden kann. „Klimawende Köln fordert stattdessen die Umstellung der Fernwärme auf erneuerbare Energien wie Solarthermie, Geothermie, Abwärme aus Industrie und Gewerbe, wobei Wasserstoff nur eine untergeordnete Rolle spielen sollte“, erläutert Christian Althoff von Klimawende Köln.

Klimawende fordert Solaroffensive für Köln
„Die RheinEnergie lässt sich mit der geplanten Umstellung auf erneuerbare Energien zu viel Zeit“, so Althoff. „Fossile Energieträger sind nicht nur umweltschädlich, sondern teilweise schon jetzt unrentabel – und in Zukunft in Gänze u.a. wegen steigender CO2-Preise.“ Stattdessen fordert Klimawende Köln ebenso wie mehrere Kölner Ratsparteien und auch RheinEnergie selbst, eine Solaroffensive, also einen kräftigen Ausbau von Fotovoltaik-Anlagen auf den Kölner Dächern. „Das Fotovoltaikpotential in Köln ist groß“, so Kathrin Jurgenowski von Klimawende Köln. „Nach unserer Ansicht sollte die RheinEnergie bei dieser Solar-Offensive eine zentrale Rolle spielen.“

Klimawende Köln ist eine Initiative Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und der Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Um das 1,5 °C-Klimaschutzziel von Paris zu erreichen, fordert die Bürgerinitiative mit einem Bürgerbegehren von der RheinEnergie, ab 2030 nur noch echten Ökostrom zu liefern. Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog mit RheinEnergie, Stadtrat und allen Bürger:innen, die sich für die Energiewende interessieren und engagieren wollen.

[1] 1,5°-Ziel-konformes CO2-Budget für die Stadt Köln nach eigener Berechnung aus Zahlen des IPCC

Weitere Infos:
Analyse der Klimaschutz-Roadmap der RheinEnergie und Vorschläge von Klimawende Köln für eine echte Energiewende

23.12.2020 - 100 % Ökostrom für die Stadt Köln

Die Ökostromanbieterin Lichtblick GmbH hat den Zuschlag für die europaweite Ausschreibung der Stromlieferung für alle städtischen Gebäude in Köln erhalten – unsere kommunale Versorgerin die RheinEnergie AG ging dabei leer aus. So berichten die Kölnische Rundschau (18.12.2020) und der Kölner Stadtanzeiger (19./20.12.2020)

„Nachdem der Rat der Stadt Köln im Juli 2019 den Klimanotstand erklärt hat, begrüßen wir 100 Prozent echten Ökostrom für alle städtischen Gebäude sehr“, sagt Anna Prieß, Sprecherin von Klimawende Köln. „Das deckt sich gut mit der Forderung unseres Bürgerbegehrens, welches darauf abzielt, dass die RheinEnergie ab 2030 nur noch erneuerbaren Strom liefert.“ Dafür sammelt die Bürgerinitiative derzeit Unterschriften und sucht mit den Parteien des Stadtrats, der Stadtverwaltung und Vertretern der RheinEnergie den Austausch.

Nur etwa sechs Prozent des selbsterzeugten Stroms der RheinEnergie AG stammt aus eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen. Bis 2025 plant sie lediglich 100 Mio. € in Erneuerbare Energien zu investieren. Um das 1,5 ° C Klimaschutzziel einzuhalten, ist ein deutlich schnellerer Ausbau notwendig. „Der Umbau der RheinEnergie zu einer 100-prozentigen Ökostromanbieterin ist sicherlich eine Herausforderung. Im kommenden Jahr müssen dafür die Weichen gestellt werden“, so Prieß weiter.

Da nun der Liefervertrag mit Lichtblick bis Ende 2023 läuft, hofft die Klimawende Köln auf ein Konzept, mit dem die RheinEnergie ab 2024 die städtischen Gebäude mit konkurrenzfähigem und qualitativ gutem Ökostrom beliefert. Daher ruft die Bürgerinitiative die RheinEnergie, die Oberbürgermeisterin, die Kämmerin und alle Ratsmitglieder auf, den notwendigen Umbau von fossiler zu erneuerbarer Energie zu unterstützen.

23.09.2020 - Köln muss bis 2030 klimaneutral werden

Klimawende Köln fordert vom Klimarat die Einhaltung des 1,5-°C-Klimaschutzziels

Im August hat der Klimarat der Stadt Köln, bestehend aus Mitgliedern aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, seine Arbeit aufgenommen. Bisher heißt es, dass der Klimarat konkrete Fahrpläne für alle Sektoren erarbeiten soll, damit Köln den CO2-Ausstoß von aktuell 10 Millionen Tonnen jährlich bis 2030 auf 6 Millionen Tonnen reduziert. Am Montag legte die Klimawende Köln dem Klimarat ein Positionspapier vor, in dem sie erläutert, warum diese Pläne nicht ausreichen und Köln bereits bis 2030 klimaneutral sein muss.

Klimawissenschaftler*innen haben für den UN-Klimarat (IPCC) errechnet, dass die Menschheit insgesamt ab 01.01.2018 nur noch 580 Milliarden t CO2 ausstoßen darf, um das 1,5-°C-Ziel mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit zu erreichen. Daraus abgeleitet stand unserer Stadt noch ein CO2-Budget von 75,3 Tonnen zu. Davon werden wir allerdings bis zum Jahresende bereits 30 Millionen Tonnen emittiert haben. Bei unverändertem CO2-Ausstoß wäre das Budget in 4,5 Jahren aufgebraucht. Werden die Treibhausgas-Emissionen von 2021 an linear auf Null reduziert, reicht das Budget noch neun Jahre, also bis 2030.

“Köln darf nur noch 45,3 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen”

„Sicherlich eine Herausforderung, aber in Deutschland haben wir dafür die Technik, die fachkundigen Installateur*innen und auch die notwendigen Finanzmittel“, sagt Jörg vom Stein. „Schon heute leiden die Menschen im globalen Süden am stärksten unter den Folgen des Klimawandels. Daher sagen wir, dass die sogenannten Industrieländer, die viele Jahrzehnte große Mengen an CO2 ausgestoßen haben, eine historische Verantwortung haben und als erste klimaneutral werden müssen! Außerdem werden dadurch viele neue Arbeitsplätze entstehen“, führt Jörg vom Stein von Klimawende Köln aus. Die Bürgerinitiative beruft sich dabei auf die Empfehlungen der Wissenschaft, wie z.B. dem NewClimate Institute. Klimawende Köln fordert daher den Kölner Klimarat auf, sich auf ein ambitioniertes Klimaschutzziel zu verständigen und wird sich an der Erarbeitung von konkreten Klimaschutzmaßnahmen beteiligen.

Um die Stadt bei der Einhaltung des Klimaziels zu unterstützen, führt Klimawende Köln derzeit ein Bürgerbegehren durch, in dem sie von der RheinEnergie AG fordert, die Stromversorgung bis 2030 auf erneuerbare Energien umzustellen. „Wenn wir 25.000 Unterschriften gesammelt haben, müssen die Stadtratsmitglieder darüber entscheiden, ob sie unsere Forderung unterstützen oder ablehnen“, erklärt Anna Prieß von Klimawende Köln. Die Klimawende hofft auf die Unterstützung all jener Ratsparteien, die sich im Kommunalwahlkampf für den Klimaschutz stark gemacht haben. Sollte der Stadtrat die Forderung ablehnen, führt die Bürgerinitiative einen Bürgerentscheid durch, in dem dann alle Kölnerinnen und Kölner zur Abstimmung aufgerufen sind.

Anhang: Positionspapier der Klimawende Köln an den Klimarat vom 18.09.2020

04.09.2020 - Klimawende Köln startet Bürgerbegehren

Auftaktveranstaltung zur Unterschriftensammlung auf dem Alter Markt

Die Bürgerinitiative Klimawende Köln fordert von der RheinEnergie 100 % Ökostrom bis 2030. Dazu organisiert sie ein Bürgerbegehren, für das 25.000 Unterschriften benötigt werden. Am Samstag beginnt das Unterschriftensammeln mit einer großen Auftaktveranstaltung auf dem Alter Markt. In einem Redebeitrag wird Niklas Höhne vom New Climate Institute erklären, warum wir bis 2030 klimaneutral sein sollten.

„Wir freuen uns, jetzt mit dem Unterschriftensammeln loslegen zu können“, sagt Naomi Gericke von Klimawende Köln. Über 25.000 Unterschriften muss die Bürgerinitiative vorweisen, damit der Rat der Stadt Köln sich mit dem Bürgerbegehren befassen muss. „Mit unserer Forderung ,100 % Ökostrom bis 2030‘ möchten wir die RheinEnergie dazu bewegen, die Energiewende schneller zu vollziehen und bis 2030 im Stromsektor klimaneutral zu werden“, sagt Martin Matzel von Klimawende Köln. „Natürlich wird die Umstellung erst einmal nicht zum Nulltarif zu kriegen sein, aber sie ist technisch und finanziell machbar und vor dem Hintergrund der Klimakrise absolut geboten“, ergänzt Gericke. Bisher erzeugt die RheinEnergie nur 5,3 % ihres Stroms in eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen. Bundesweit liegt der Anteil an erneuerbaren Energien im Stromsektor derzeit mehr als 10-mal so hoch bei 53,8 Prozent[1].

Zahlreiche Kölner Klima- und Umweltgruppen unterstützen das Bürgerbegehren und helfen beim Unterschriftensammeln. Mit der Auftaktveranstaltung möchte die Klimawende Köln ein starkes Signal an die Kandidat:innen für den neuen Stadtrat senden, wie wichtig den Kölnerinnen und Kölnern Klimaschutz ist und dass die RheinEnergie die Energiewende bis 2030 vollziehen soll.

Foto-Option
Es werden vier Fotovoltaik-Panels aufgestellt, die im Jahr ca. 1.300 KWh erzeugt – so viel wie eine Kölnerin oder ein Kölner pro Jahr verbraucht. Zum Vergleich steht daneben eine Palette mit ca. 1.000 kg Kohle, die verbrannt werden müsste, um die gleiche Strommenge bereit zu stellen. Dahinter stehen 19 weitere leere Paletten, die verdeutlichen sollen, wie viel Kohle die Fotovoltaikanlage im Laufe ihrer Lebensdauer von 20 Jahren einspart.

Quellennachweis:
1 Energy Charts, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, (abgerufen am 1.9.2020)

 

19.06.2020 - Kohlekraftwerk in Rostock soll 2024 vom Netz

Klimaschützer in Rostock und Köln demonstrieren gegen Kraftwerk der RheinEnergie

Köln, 19.6.2020. Zeitgleich zur Aktionärsversammlung der RheinEnergie AG demonstrieren zahlreiche Klimagruppen in Rostock und in Köln für einen schnellstmöglichen Kohleausstieg. „Mit einem Bürgerbegehren werden wir uns dafür einsetzen, dass der Fernwärmeliefervertrag über 2024 hinaus nicht verlängert wird, so eine Sprecherin von „Rostock kohlefrei“. Noch liefert das Kohlekraftwerk Rostock 30% der Fernwärme an die Stadt Rostock, welches 2018 1,83 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgestoßen hat.

Bemerkenswerterweise erzeugt Mecklenburg-Vorpommern 70 % mehr Strom aus erneuerbaren Energien, als es verbraucht. Und weil die Fernwärme für Rostock auch durch das Gaskraftwerk der Stadtwerke zur Verfügung gestellt werden kann, kann auf des Kohlekraftwerk Rostock verzichtet werden. „Wir finden es ermutigend zu hören, dass in Rostock nicht nur ein großer Wärmespeicher gebaut, sondern auch die Nutzung von Erdwärme erkundet wird“, so Thomas Pfeiffer von Klimawende Köln. „Gemeinsam wollen wir uns dafür einsetzen, dass die RheinEnergie bis 2030 klimaneutral wird.“

In Köln wurde die Aktion von den Klimagruppen Aufbäumen Ende Gelände Köln und Extinction Rebellion unterstützt. Die Fahrraddemo zum Kraftwerk Rostock wurde von Greenpeace, Friday for Future, Students for Future, Ende Gelände und weiteren lokalen Gruppen organisiert.

Hintergrundinformationen zum Kohlekraftwerk in Rostock 

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Die Klimawende Köln ist eine Initiative Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und der Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Mithilfe von Bürgerbegehren möchte sie den erforderlichen Anstoß dazu geben. In einem ersten Schritt fordert sie von der RheinEnergie AG eine Umstellung auf ausschließlich erneuerbare Energien bis 2030. Die Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog: Mit der regionalen Energieversorgerin, den Mitgliedern des Stadtrates und allen Bürger:innen, die sich für die Energiewende interessieren und einsetzen wollen.

05.06.2020 - Rauf auf‘s Fahrrad, raus aus der Kohle

Klimaschützerinnen und Klimaschützer fordern erneuerbare Energien für Köln-Merkenich

Köln, 05.06.2020 Unter dem Motto „Rauf auf‘s Fahrrad – Raus aus der Kohle!“ radeln an diesem Sonntag die Initiative Klimawende Köln und zahlreiche Klima- und Umweltgruppen mit einer Fahrraddemo zum Braunkohle-Kraftwerk in Köln-Merkenich. Die Klimaschützerinnen und Klimaschützer möchten die RheinEnergie AG damit auffordern, jetzt eine Erneuerbare-Energien-Offensive zu starten und spätestens 2030 Strom und Wärme nur noch aus Erneuerbaren Energien anzubieten. Die RheinEnergie AG sagt zwar mittlerweile selbst, dass sie aus der Braunkohle aussteigen will, sie sagt aber nicht wie.

„Nach unserer Kenntnis will die RheinEnergie in Merkenich statt Braunkohle zukünftig mehr Erdgas zur Strom- und Wärmeerzeugung einsetzen. Für echten Klimaschutz brauchen wir jetzt Investitionen in erneuerbare Energien und nicht den Wechsel von Pest zu Cholera“, sagt Christian Althoff von Klimawende Köln. In 2018 erzeugte die RheinEnergie
AG nur 5,6 % ihres Stroms in eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen.

Um das zu ändern hat die Klimawende Köln ein Bürgerbegehren vorbereitet. Am 28.02.2020 hat sie es der Stadtverwaltung vorgelegt und die Kostenschätzung beantragt. Dazu wird es am 17.6. ein Abstimmungsgespräch geben. Sobald die Kostenschätzung vorliegt, wird die Bürgerinitiative mit dem Sammeln der Unterschriften beginnen.

Die RheinEnergie AG ist Kölns größte CO2-Emittentin. Allein ihre Kölner Kraftwerke stoßen jedes Jahr ca. 1,8 Millionen Tonnen CO2 aus und verursachen somit fast 20 % der Kölner CO2-Emissionen.

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Die Klimawende Köln ist eine Initiative Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und der Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Mithilfe von Bürgerbegehren möchte sie den erforderlichen Anstoß dazu geben. In einem ersten Schritt fordert sie von der RheinEnergie AG eine Umstellung auf ausschließlich erneuerbare Energien bis 2030. Die Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog: Mit der regionalen Energieversorgerin, den Mitgliedern des Stadtrates und allen Bürger:innen, die sich für die Energiewende interessieren und einsetzen wollen.

Die Abstimmungsfrage für das Bürgerbegehren lautet
„Soll die Stadt Köln im Rahmen ihrer Unternehmensbeteiligungen darauf hinwirken, dass die RheinEnergie AG und deren Tochterunternehmen spätestens ab 2030 nur Strom aus erneuerbaren Energien liefern, wobei sie diesen selbst in eigenen Anlagen produzieren, im Rahmen von Stromlieferverträgen aus veröffentlichten Anlagen erwerben oder im
Rahmen von Mieterstrommodellen zur Verfügung stellen?“

05.04.2020 - Klimawende begrüßt Trennung vom Kohlekraftwerk Mannheim

Nach der Veräußerung der MVV-Anteile fordert die Klimawende Köln eine Solar-Offensive in Köln

Am Donnerstagabend hat der Mannheimer Stadtrat dem Verkauf der Aktien-Anteile der RheinEnergie AG und der EnBW am Mannheimer Stadtwerk MVV Energie AG zugestimmt. Damit endet die indirekte Beteiligung der RheinEnergie AG am Grosskraftwerk Mannheim. Dieses ist das größte Steinkohlekraftwerk in Deutschland und stößt jährlich ca. 7 Mio. Tonnen CO2 aus.

„Wir begrüßen den Rückzug der RheinEnergie aus diesem Kohlegeschäft. Jetzt kommt es darauf an, diesen Erlös von etwa 426 Mio. Euro nachhaltig zu investieren“ kommentiert Anna Prieß von der Klimawende Köln den Deal.

Die Bürgerinitiative setzt sich für ein klimaneutrales Köln bis 2030 ein. Mit einem Bürgerbegehren will die Klimawende erreichen, dass die RheinEnergie spätestens 2030 nur noch Strom aus Erneuerbaren Energien liefert. „Damit die RheinEnergie dieses Ziel verwirklichen kann, brauchen wir eine Solar-Offensive in Köln“ fordert Anna Prieß. Bisher erzeugt die RheinEnergie nur sieben Prozent ihres Stroms in eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen.

Die RheinEnergie AG war seit 2007 mit einem Anteil von 16,3 Prozent an der MVV Energie AG beteiligt. Diese wiederum hält 28 Prozent an dem Grosskraftwerk Mannheim.

28.02.2020 - Der erste Schritt zum Bürgerbegehren: Klimawende Köln beantragt Kostenschätzung bei der Stadt

Bürgerinitiative fordert von der RheinEnergie AG 100% Ökostrom bis spätestens 2030

Köln, 28.02.2020: An diesem Freitag startet die Bürgerinitiative Klimawende Köln mit der Beantragung der erforderlichen Kostenschätzung bei der Stadtverwaltung ihr erstes Bürgerbegehren. Sobald die Kostenschätzung der Stadtverwaltung vorliegt, wollen die Klimaschützer:innen beginnen, Unterschriften zu sammeln.

Weil der Stadtrat bisher keine ausreichenden Klimaschutzmaßnahmen beschlossen hat, sieht die Bürgerinitiative den Weg über Bürgerbegehren als notwendig an. „Wir wollen, dass die RheinEnergie AG jetzt sofort eine Erneuerbare-Energien-Offensive startet und spätestens 2030 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien liefert,“ erklärt Anna Prieß, Sprecherin der Klimawende Köln. In 2018 hatte die RheinEnergie AG nur sieben Prozent ihres selbst erzeugten Stroms mit eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen erzeugt. Zurzeit stoßen die Kölner Braunkohle- und Erdgas-Kraftwerke der RheinEnergie AG jedes Jahr ca. 1,8 Mio. Tonnen CO2 für die Erzeugung von Strom und Wärme aus – das möchte die Bürgerinitiative ändern.

Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren werden in Köln ca. 25.000 Unterschriften benötigt, was drei Prozent der Kölner Kommunalwahlberechtigten entspricht. „Wir gehen davon aus, dass wir diese Unterschriften schnell zusammen haben werden“, so Prieß weiter.

Die Abstimmungsfrage für das Bürgerbegehren lautet:

„Soll die Stadt Köln im Rahmen ihrer Unternehmensbeteiligungen darauf hinwirken, dass die RheinEnergie AG und deren Tochterunternehmen spätestens ab 2030 nur Strom aus erneuerbaren Energien liefern, wobei sie diesen selbst in eigenen Anlagen produzieren, im Rahmen von Stromlieferverträgen aus veröffentlichten Anlagen erwerben oder im
Rahmen von Mieterstrommodellen zur Verfügung stellen?”

 

Die Klimawende Köln ist eine Bürgerinitiative Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und der Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Mithilfe von Bürgerbegehren möchte sie den erforderlichen Anstoß dazu geben. In einem ersten Schritt fordert sie von der RheinEnergie AG eine Umstellung auf ausschließlich erneuerbare Energien bis 2030. Die Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog: Mit der regionalen Energieversorgerin, den Mitgliedern des Stadtrates und allen Bürger:innen, die sich für die Energiewende interessieren und einsetzen wollen.

14.01.2020 - Auftaktveranstaltung: Köln klimaneutral 2030 - warum und wie

 Mit direkter Demokratie Klimaschutz fördern

Donnerstag, 16. Januar 2020, 19:00 Uhr
Cinenova, Herbrandstr. 11, 50825 Köln

Referent*innen:
* Hanna Fekete, Mitgründerin des NewClimate Institute
* Prof. Dr. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
*Tim Petzoldt, Klimawende Köln

 Köln, 13. 01. 2020. Von Paris nach Köln: Auf dem Weg zur Klimaneutralität ist es allerhöchste Zeit, die völkerrechtlich verbindlichen Klimaschutzziele von Paris 2015 endlich umzusetzen. Doch die Politik kommt beim Klimaschutz nicht voran. Grund genug für die neu gegründete Bürgerinitiative Klimawende Köln, wirksame Klimaschutzmaßnahmen mit Hilfe eines Bürgerbegehrens zu initiieren. Wie das funktioniert, erfahren interessierte Bürger*innen bei der Auftaktveranstaltung am 16. 01. 2020.

Im Pariser Klimaschutzabkommen haben fast 200 Staaten zugesagt, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 °C zu begrenzen. Ob in Tokyo, Rom oder Köln – wir müssen schnellstmöglich klimaneutral werden und unseren bisherigen Treibhausgasausstoß drastisch reduzieren. Doch in Köln sind die Treibhausgas-Emissionen zwischen 2008 und 2015 nur um 1% gesunken und weiterhin wird Kohlestrom genutzt. Dazu sagt Naomi Gericke von der Klimawende Köln: “Statt Symbolpolitik braucht es nun Mut und konkrete Maßnahmen! Wir Bürger*innen wollen in unserer Stadt Köln deswegen die Klimawende von unten anstoßen und Köln zum Vorreiter beim Klimaschutz machen.“

Hanna Fekete vom NewClimate Institute und Prof. Dr. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie werden auf der Veranstaltung darlegen, warum das Zieldatum 2030 wichtig ist und welche strategischen Möglichkeiten bestehen, um ambitionierte Minderungsziele zu erreichen. Dabei soll nicht nur diskutiert werden, wie das technisch möglich ist, sondern auch, wie dafür ein breiter gesellschaftlicher Konsens gewonnen werden kann. Tim Petzoldt von der Klimawende Köln wird darstellen, welche Rolle die regionale Energieversorgerin RheinEnergie AG dabei spielt. Gemeinsam soll mit einem Vertreter der RheinEnergie AG und Bürger*innen diskutiert werden, wie die notwendigen Klimaschutz-Maßnahmen in Köln erreicht und politisch durchgesetzt werden können.

Veranstalterin

Die Klimawende Köln wurde initiiert von Bürger*innen, unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen. Die neu gegründete Bürgerinitiative ist unabhängig von Parteien und Wirtschaft und möchte in Köln Klimaschutzmaßnahmen mit Hilfe von Bürgerbegehren durchsetzen. In einem ersten Schritt fordert sie von der RheinEnergie AG eine Umstellung auf erneuerbare Energien bis 2030. Die Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog: Mit der regionalen Energieversorgerin, den Mitgliedern des Stadtrates und allen Bürger*innen, die sich für die Energiewende interessieren und einsetzen wollen.

Presse-Spiegel

22.07.2021 – Kölnische Rundschau: Kompromiss mit Klimawende Köln Rheinenergie soll bis 2030 klimaneutral wirtschaften

22.07.2021 – Energie + Management: Rheinenergie beschleunigt Kohleausstieg

22.07.2021 – koelner.de: Beschleunigter Klimaschutz – Klimawende Köln und RheinEnergie machen Tempo

22.07.2021 stadt+werk: Köln bis 2035 dekarbonisieren

21.07.2021 The World News: “Große Herausforderung” Kölner Rhein-Energie soll bis 2035 klimaneutral sein

21.07.2021 – Kölner Stadtanzeiger: „Große Herausforderung” Kölner Rhein-Energie soll bis 2035 klimaneutral sein

30.06.2021 – Kölnische Rundschau: Kooperation mit Eon-Tochter Rheinenergie und Westenergie arbeiten jetzt zusammen

29.06.2021 – Kölner Stadtanzeiger: Kölner Stadtwerke mit positiver Bilanz KVB brechen die Fahrgäste weg

25.06.2021 – Kölner Stadtanzeiger: Kölner Stadtrat hat zugestimmt Regionalpartnerschaft zwischen Rhein-Energie und Eon

25.06.2021 – Kölner Stadtanzeiger: Kommentar zur Dezernentenwahl Wie die Kölner Politik erneut Vertrauen zerstört

25.06.2021 – Kölnische Rundschau: Rheinenergie in Köln Zeichen für den Deal mit Eon stehen auf Grün

24.06.2021 – Kölnische Rundschau: Appell an Kölner Stadtrat Klimabündnis will Eon-Deal mit der Rheinenergie stoppen

22.06.2021 – Kölner Stadtanzeiger: Der Eon-Konzern will mehr Einfluss Was ein Deal für Kunden der Rhein-Energie ändern würde

18.06.2021 – Kölner Stadtanzeiger: Rhein-Energie Kölner Grüne skeptisch wegen geplantem Deal mit Eon-Tochter

18.06.2021 – Kölnische Rundschau: Deal von Rheinenergie und Eon Kommt jetzt eine Hafen-Kooperation mit Duisburg?

17.06.2021 – Kölnische Rundschau: Kölner Rheinenergie Alles was man zur Kooperation mit E.ON wissen muss

17.06.2021 Kölner Stadtanzeiger: Eon-Tochter will 40 Prozent Beteiligungsplan an Rhein-Energie kontrovers diskutiert

16.06.2021 – Kölner Stadtanzeiger: Antrag von Grünen, CDU und Volt Stadt Köln soll bereits 2035 klimaneutral sein

15.06.2021 – Kölner Stadtanzeiger: Eon will mehr Anteile der Rhein-Energie Konzern könnte Einfluss der Stadt schmälern

06.05.2021 – energate: Rheinenergie errichtet 19-MW-Solarpark in Bayern

29.04.2021 – Kölnische Rundschau: Bürgerbegehren zu Ökostrom „Klimawende Köln“ setzt Rheinenergie unter Druck

21.04.2021 – Kölnische Rundschau: Ökostrom in Köln Bürgerbegehren könnte Rheinenergie zum Umstieg zwingen

15.04.2021 – Kölner Wochenspiegel: Ziel ist eine klimaneutrale Energieversorgung bis 2030 Mehr Ökostrom für die Stadt

09.03.2021 – Energie & Managment: Bürgerbegehren: Köln ringt um richtigen Weg zur Klimaneutralität

08.03.2021 – PV-Magazine: Bürgerbegehren soll Rheinenergie zum Ökostrom-Versorger machen

04.03.2021 – EXPRESS: Klimaneutral bis 2030? Bürgerbegehren drängt auf Energiewende in Köln

03.03.2021 – KStA: 10.000 Unterschriften für die Klimawende – Kölner Bürgerbegehren für mehr Ökostrom

03.03.2021 – WDR: Bürgerbegehren will RheinEnergie zu reinem Ökostromanbieter machen

02.03.2021 – lifePR: StEB Köln und Stadtwerke Köln planen Klärschlammverbrennungsanlage in Merkenich

18.02.2021 – VDI-Nachrichten: Fernwärme ist beim Klimaschutz eine komplexe Baustelle

13.02.2021 -Kölnische Rundschau: Aus­tausch statt Kon­fron­ta­tion

25.01.2021 – Kölnische Rundschau: Appell von Rolf Bietmann – Rheinenergie nicht kaputt machen“

20.01.2021 – Express: Klare Forderung: Klimaschützer gehen auf Rheinenergie los

19.01.2021 – Kölnische Rundschau: Interview mit Rheinenergie-Chef Dieter Steinkamp – „Dann gehen wir in die Insolvenz“

06.01.2021 – KStA: Rheinenergie-Chef Steinkamp „Der Anbieterwechsel der Stadt ist ein fatales Signal“

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29.12.2020 – Kölnische Rundschau: Der lange Weg zum Ökostrom-Lieferanten: Rheinenergie will bis 2040 klimaneutral werden

18.12.2020 – KStA: Anbieterwechsel – Rhein-Energie liefert Stadt Köln keinen Strom mehr

12.11.2020 – KStA: Initiative legt Kostenschätzung vor: Wird die Kölner Klimawende billiger als gedacht?

13.10.2020 – neues deutschland: Kulturförderung statt RWE-Aktien

06.09.2020 – KStA: „Klimawende Köln“ Initiative will trotz hoher Kosten kompletten Umstieg auf Ökostrom

04.09.2020 – WDR: Klimaschützer fordern in Köln 100 Prozent Ökostrom

03.09.2020 – Correctiv: Kommunale Kohle-Investments: Mit der Crowd Licht ins Dunkel bringen

03.09.2020 – KStA: Umstieg auf Ökostrom Klimaschutz kostet Köln dreistelligen Millionenbetrag

02.09.2020 – Kölnische Rundschau: Bürgerbegehren Initiative will Rheinenergie zu 100 Prozent Ökostrom verpflichten

08.06.2020 – report-K: Fahrrad-Demo für erneuerbare Energien – Protest gegen Klimapolitik von Rheinenergie

20.01.2020 – Deutschlandfunk: klimaneutrales Köln mit Energieversorger im Fokus

18.01.2020 – KStA: Rhein-Energie soll auf Öko-Strom setzen

17.01.2020 – WDR: Bürgerinitiative fordert ein klimaneutrales Köln bis 2030

17.01.2020 – WDR: Lokalzeit – kompakt (von Minute 10:38 bis 11:32) – leider nicht mehr online