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Presse-Mitteilungen

23.09.2020 - Köln muss bis 2030 klimaneutral werden

Klimawende Köln fordert vom Klimarat die Einhaltung des 1,5-°C-Klimaschutzziels

Im August hat der Klimarat der Stadt Köln, bestehend aus Mitgliedern aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, seine Arbeit aufgenommen. Bisher heißt es, dass der Klimarat konkrete Fahrpläne für alle Sektoren erarbeiten soll, damit Köln den CO2-Ausstoß von aktuell 10 Millionen Tonnen jährlich bis 2030 auf 6 Millionen Tonnen reduziert. Am Montag legte die Klimawende Köln dem Klimarat ein Positionspapier vor, in dem sie erläutert, warum diese Pläne nicht ausreichen und Köln bereits bis 2030 klimaneutral sein muss.

Klimawissenschaftler*innen haben für den UN-Klimarat (IPCC) errechnet, dass die Menschheit insgesamt ab 01.01.2018 nur noch 580 Milliarden t CO2 ausstoßen darf, um das 1,5-°C-Ziel mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit zu erreichen. Daraus abgeleitet stand unserer Stadt noch ein CO2-Budget von 75,3 Tonnen zu. Davon werden wir allerdings bis zum Jahresende bereits 30 Millionen Tonnen emittiert haben. Bei unverändertem CO2-Ausstoß wäre das Budget in 4,5 Jahren aufgebraucht. Werden die Treibhausgas-Emissionen von 2021 an linear auf Null reduziert, reicht das Budget noch neun Jahre, also bis 2030.

“Köln darf nur noch 45,3 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen”

„Sicherlich eine Herausforderung, aber in Deutschland haben wir dafür die Technik, die fachkundigen Installateur*innen und auch die notwendigen Finanzmittel“, sagt Jörg vom Stein. „Schon heute leiden die Menschen im globalen Süden am stärksten unter den Folgen des Klimawandels. Daher sagen wir, dass die sogenannten Industrieländer, die viele Jahrzehnte große Mengen an CO2 ausgestoßen haben, eine historische Verantwortung haben und als erste klimaneutral werden müssen! Außerdem werden dadurch viele neue Arbeitsplätze entstehen“, führt Jörg vom Stein von Klimawende Köln aus. Die Bürgerinitiative beruft sich dabei auf die Empfehlungen der Wissenschaft, wie z.B. dem NewClimate Institute. Klimawende Köln fordert daher den Kölner Klimarat auf, sich auf ein ambitioniertes Klimaschutzziel zu verständigen und wird sich an der Erarbeitung von konkreten Klimaschutzmaßnahmen beteiligen.

Um die Stadt bei der Einhaltung des Klimaziels zu unterstützen, führt Klimawende Köln derzeit ein Bürgerbegehren durch, in dem sie von der RheinEnergie AG fordert, die Stromversorgung bis 2030 auf erneuerbare Energien umzustellen. „Wenn wir 25.000 Unterschriften gesammelt haben, müssen die Stadtratsmitglieder darüber entscheiden, ob sie unsere Forderung unterstützen oder ablehnen“, erklärt Anna Prieß von Klimawende Köln. Die Klimawende hofft auf die Unterstützung all jener Ratsparteien, die sich im Kommunalwahlkampf für den Klimaschutz stark gemacht haben. Sollte der Stadtrat die Forderung ablehnen, führt die Bürgerinitiative einen Bürgerentscheid durch, in dem dann alle Kölnerinnen und Kölner zur Abstimmung aufgerufen sind.

Anhang: Positionspapier der Klimawende Köln an den Klimarat vom 18.09.2020

04.09.2020 - Klimawende Köln startet Bürgerbegehren

Auftaktveranstaltung zur Unterschriftensammlung auf dem Alter Markt

Die Bürgerinitiative Klimawende Köln fordert von der RheinEnergie 100 % Ökostrom bis 2030. Dazu organisiert sie ein Bürgerbegehren, für das 25.000 Unterschriften benötigt werden. Am Samstag beginnt das Unterschriftensammeln mit einer großen Auftaktveranstaltung auf dem Alter Markt. In einem Redebeitrag wird Niklas Höhne vom New Climate Institute erklären, warum wir bis 2030 klimaneutral sein sollten.

„Wir freuen uns, jetzt mit dem Unterschriftensammeln loslegen zu können“, sagt Naomi Gericke von Klimawende Köln. Über 25.000 Unterschriften muss die Bürgerinitiative vorweisen, damit der Rat der Stadt Köln sich mit dem Bürgerbegehren befassen muss. „Mit unserer Forderung ,100 % Ökostrom bis 2030‘ möchten wir die RheinEnergie dazu bewegen, die Energiewende schneller zu vollziehen und bis 2030 im Stromsektor klimaneutral zu werden“, sagt Martin Matzel von Klimawende Köln. „Natürlich wird die Umstellung erst einmal nicht zum Nulltarif zu kriegen sein, aber sie ist technisch und finanziell machbar und vor dem Hintergrund der Klimakrise absolut geboten“, ergänzt Gericke. Bisher erzeugt die RheinEnergie nur 5,3 % ihres Stroms in eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen. Bundesweit liegt der Anteil an erneuerbaren Energien im Stromsektor derzeit mehr als 10-mal so hoch bei 53,8 Prozent[1].

Zahlreiche Kölner Klima- und Umweltgruppen unterstützen das Bürgerbegehren und helfen beim Unterschriftensammeln. Mit der Auftaktveranstaltung möchte die Klimawende Köln ein starkes Signal an die Kandidat:innen für den neuen Stadtrat senden, wie wichtig den Kölnerinnen und Kölnern Klimaschutz ist und dass die RheinEnergie die Energiewende bis 2030 vollziehen soll.

Foto-Option
Es werden vier Fotovoltaik-Panels aufgestellt, die im Jahr ca. 1.300 KWh erzeugt – so viel wie eine Kölnerin oder ein Kölner pro Jahr verbraucht. Zum Vergleich steht daneben eine Palette mit ca. 1.000 kg Kohle, die verbrannt werden müsste, um die gleiche Strommenge bereit zu stellen. Dahinter stehen 19 weitere leere Paletten, die verdeutlichen sollen, wie viel Kohle die Fotovoltaikanlage im Laufe ihrer Lebensdauer von 20 Jahren einspart.

Quellennachweis:
1 Energy Charts, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, (abgerufen am 1.9.2020)

 

19.06.2020 - Kohlekraftwerk in Rostock soll 2024 vom Netz

Klimaschützer in Rostock und Köln demonstrieren gegen Kraftwerk der RheinEnergie

Köln, 19.6.2020. Zeitgleich zur Aktionärsversammlung der RheinEnergie AG demonstrieren zahlreiche Klimagruppen in Rostock und in Köln für einen schnellstmöglichen Kohleausstieg. „Mit einem Bürgerbegehren werden wir uns dafür einsetzen, dass der Fernwärmeliefervertrag über 2024 hinaus nicht verlängert wird, so eine Sprecherin von „Rostock kohlefrei“. Noch liefert das Kohlekraftwerk Rostock 30% der Fernwärme an die Stadt Rostock, welches 2018 1,83 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgestoßen hat.

Bemerkenswerterweise erzeugt Mecklenburg-Vorpommern 70 % mehr Strom aus erneuerbaren Energien, als es verbraucht. Und weil die Fernwärme für Rostock auch durch das Gaskraftwerk der Stadtwerke zur Verfügung gestellt werden kann, kann auf des Kohlekraftwerk Rostock verzichtet werden. „Wir finden es ermutigend zu hören, dass in Rostock nicht nur ein großer Wärmespeicher gebaut, sondern auch die Nutzung von Erdwärme erkundet wird“, so Thomas Pfeiffer von Klimawende Köln. „Gemeinsam wollen wir uns dafür einsetzen, dass die RheinEnergie bis 2030 klimaneutral wird.“

In Köln wurde die Aktion von den Klimagruppen Aufbäumen Ende Gelände Köln und Extinction Rebellion unterstützt. Die Fahrraddemo zum Kraftwerk Rostock wurde von Greenpeace, Friday for Future, Students for Future, Ende Gelände und weiteren lokalen Gruppen organisiert.

Hintergrundinformationen zum Kohlekraftwerk in Rostock 

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Die Klimawende Köln ist eine Initiative Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und der Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Mithilfe von Bürgerbegehren möchte sie den erforderlichen Anstoß dazu geben. In einem ersten Schritt fordert sie von der RheinEnergie AG eine Umstellung auf ausschließlich erneuerbare Energien bis 2030. Die Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog: Mit der regionalen Energieversorgerin, den Mitgliedern des Stadtrates und allen Bürger:innen, die sich für die Energiewende interessieren und einsetzen wollen.

05.06.2020 - Rauf auf‘s Fahrrad, raus aus der Kohle

Klimaschützerinnen und Klimaschützer fordern erneuerbare Energien für Köln-Merkenich

Köln, 05.06.2020 Unter dem Motto „Rauf auf‘s Fahrrad – Raus aus der Kohle!“ radeln an diesem Sonntag die Initiative Klimawende Köln und zahlreiche Klima- und Umweltgruppen mit einer Fahrraddemo zum Braunkohle-Kraftwerk in Köln-Merkenich. Die Klimaschützerinnen und Klimaschützer möchten die RheinEnergie AG damit auffordern, jetzt eine Erneuerbare-Energien-Offensive zu starten und spätestens 2030 Strom und Wärme nur noch aus Erneuerbaren Energien anzubieten. Die RheinEnergie AG sagt zwar mittlerweile selbst, dass sie aus der Braunkohle aussteigen will, sie sagt aber nicht wie.

„Nach unserer Kenntnis will die RheinEnergie in Merkenich statt Braunkohle zukünftig mehr Erdgas zur Strom- und Wärmeerzeugung einsetzen. Für echten Klimaschutz brauchen wir jetzt Investitionen in erneuerbare Energien und nicht den Wechsel von Pest zu Cholera“, sagt Christian Althoff von Klimawende Köln. In 2018 erzeugte die RheinEnergie
AG nur 5,6 % ihres Stroms in eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen.

Um das zu ändern hat die Klimawende Köln ein Bürgerbegehren vorbereitet. Am 28.02.2020 hat sie es der Stadtverwaltung vorgelegt und die Kostenschätzung beantragt. Dazu wird es am 17.6. ein Abstimmungsgespräch geben. Sobald die Kostenschätzung vorliegt, wird die Bürgerinitiative mit dem Sammeln der Unterschriften beginnen.

Die RheinEnergie AG ist Kölns größte CO2-Emittentin. Allein ihre Kölner Kraftwerke stoßen jedes Jahr ca. 1,8 Millionen Tonnen CO2 aus und verursachen somit fast 20 % der Kölner CO2-Emissionen.

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Die Klimawende Köln ist eine Initiative Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und der Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Mithilfe von Bürgerbegehren möchte sie den erforderlichen Anstoß dazu geben. In einem ersten Schritt fordert sie von der RheinEnergie AG eine Umstellung auf ausschließlich erneuerbare Energien bis 2030. Die Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog: Mit der regionalen Energieversorgerin, den Mitgliedern des Stadtrates und allen Bürger:innen, die sich für die Energiewende interessieren und einsetzen wollen.

Die Abstimmungsfrage für das Bürgerbegehren lautet
„Soll die Stadt Köln im Rahmen ihrer Unternehmensbeteiligungen darauf hinwirken, dass die RheinEnergie AG und deren Tochterunternehmen spätestens ab 2030 nur Strom aus erneuerbaren Energien liefern, wobei sie diesen selbst in eigenen Anlagen produzieren, im Rahmen von Stromlieferverträgen aus veröffentlichten Anlagen erwerben oder im
Rahmen von Mieterstrommodellen zur Verfügung stellen?“

05.04.2020 - Klimawende begrüßt Trennung vom Kohlekraftwerk Mannheim

Nach der Veräußerung der MVV-Anteile fordert die Klimawende Köln eine Solar-Offensive in Köln

Am Donnerstagabend hat der Mannheimer Stadtrat dem Verkauf der Aktien-Anteile der RheinEnergie AG und der EnBW am Mannheimer Stadtwerk MVV Energie AG zugestimmt. Damit endet die indirekte Beteiligung der RheinEnergie AG am Grosskraftwerk Mannheim. Dieses ist das größte Steinkohlekraftwerk in Deutschland und stößt jährlich ca. 7 Mio. Tonnen CO2 aus.

„Wir begrüßen den Rückzug der RheinEnergie aus diesem Kohlegeschäft. Jetzt kommt es darauf an, diesen Erlös von etwa 426 Mio. Euro nachhaltig zu investieren“ kommentiert Anna Prieß von der Klimawende Köln den Deal.

Die Bürgerinitiative setzt sich für ein klimaneutrales Köln bis 2030 ein. Mit einem Bürgerbegehren will die Klimawende erreichen, dass die RheinEnergie spätestens 2030 nur noch Strom aus Erneuerbaren Energien liefert. „Damit die RheinEnergie dieses Ziel verwirklichen kann, brauchen wir eine Solar-Offensive in Köln“ fordert Anna Prieß. Bisher erzeugt die RheinEnergie nur sieben Prozent ihres Stroms in eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen.

Die RheinEnergie AG war seit 2007 mit einem Anteil von 16,3 Prozent an der MVV Energie AG beteiligt. Diese wiederum hält 28 Prozent an dem Grosskraftwerk Mannheim.

28.02.2020 - Der erste Schritt zum Bürgerbegehren: Klimawende Köln beantragt Kostenschätzung bei der Stadt

Bürgerinitiative fordert von der RheinEnergie AG 100% Ökostrom bis spätestens 2030

Köln, 28.02.2020: An diesem Freitag startet die Bürgerinitiative Klimawende Köln mit der Beantragung der erforderlichen Kostenschätzung bei der Stadtverwaltung ihr erstes Bürgerbegehren. Sobald die Kostenschätzung der Stadtverwaltung vorliegt, wollen die Klimaschützer:innen beginnen, Unterschriften zu sammeln.

Weil der Stadtrat bisher keine ausreichenden Klimaschutzmaßnahmen beschlossen hat, sieht die Bürgerinitiative den Weg über Bürgerbegehren als notwendig an. „Wir wollen, dass die RheinEnergie AG jetzt sofort eine Erneuerbare-Energien-Offensive startet und spätestens 2030 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien liefert,“ erklärt Anna Prieß, Sprecherin der Klimawende Köln. In 2018 hatte die RheinEnergie AG nur sieben Prozent ihres selbst erzeugten Stroms mit eigenen Erneuerbare-Energie-Anlagen erzeugt. Zurzeit stoßen die Kölner Braunkohle- und Erdgas-Kraftwerke der RheinEnergie AG jedes Jahr ca. 1,8 Mio. Tonnen CO2 für die Erzeugung von Strom und Wärme aus – das möchte die Bürgerinitiative ändern.

Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren werden in Köln ca. 25.000 Unterschriften benötigt, was drei Prozent der Kölner Kommunalwahlberechtigten entspricht. „Wir gehen davon aus, dass wir diese Unterschriften schnell zusammen haben werden“, so Prieß weiter.

Die Abstimmungsfrage für das Bürgerbegehren lautet:

„Soll die Stadt Köln im Rahmen ihrer Unternehmensbeteiligungen darauf hinwirken, dass die RheinEnergie AG und deren Tochterunternehmen spätestens ab 2030 nur Strom aus erneuerbaren Energien liefern, wobei sie diesen selbst in eigenen Anlagen produzieren, im Rahmen von Stromlieferverträgen aus veröffentlichten Anlagen erwerben oder im
Rahmen von Mieterstrommodellen zur Verfügung stellen?”

 

Die Klimawende Köln ist eine Bürgerinitiative Kölner Bürger:innen. Sie wird unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen und ist unabhängig von Parteien und der Wirtschaft. Ihre Vision ist ein klimaneutrales Köln bis 2030. Mithilfe von Bürgerbegehren möchte sie den erforderlichen Anstoß dazu geben. In einem ersten Schritt fordert sie von der RheinEnergie AG eine Umstellung auf ausschließlich erneuerbare Energien bis 2030. Die Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog: Mit der regionalen Energieversorgerin, den Mitgliedern des Stadtrates und allen Bürger:innen, die sich für die Energiewende interessieren und einsetzen wollen.

14.01.2020 - Auftaktveranstaltung: Köln klimaneutral 2030 - warum und wie

 Mit direkter Demokratie Klimaschutz fördern

Donnerstag, 16. Januar 2020, 19:00 Uhr
Cinenova, Herbrandstr. 11, 50825 Köln

Referent*innen:
* Hanna Fekete, Mitgründerin des NewClimate Institute
* Prof. Dr. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
*Tim Petzoldt, Klimawende Köln

 Köln, 13. 01. 2020. Von Paris nach Köln: Auf dem Weg zur Klimaneutralität ist es allerhöchste Zeit, die völkerrechtlich verbindlichen Klimaschutzziele von Paris 2015 endlich umzusetzen. Doch die Politik kommt beim Klimaschutz nicht voran. Grund genug für die neu gegründete Bürgerinitiative Klimawende Köln, wirksame Klimaschutzmaßnahmen mit Hilfe eines Bürgerbegehrens zu initiieren. Wie das funktioniert, erfahren interessierte Bürger*innen bei der Auftaktveranstaltung am 16. 01. 2020.

Im Pariser Klimaschutzabkommen haben fast 200 Staaten zugesagt, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 °C zu begrenzen. Ob in Tokyo, Rom oder Köln – wir müssen schnellstmöglich klimaneutral werden und unseren bisherigen Treibhausgasausstoß drastisch reduzieren. Doch in Köln sind die Treibhausgas-Emissionen zwischen 2008 und 2015 nur um 1% gesunken und weiterhin wird Kohlestrom genutzt. Dazu sagt Naomi Gericke von der Klimawende Köln: “Statt Symbolpolitik braucht es nun Mut und konkrete Maßnahmen! Wir Bürger*innen wollen in unserer Stadt Köln deswegen die Klimawende von unten anstoßen und Köln zum Vorreiter beim Klimaschutz machen.“

Hanna Fekete vom NewClimate Institute und Prof. Dr. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie werden auf der Veranstaltung darlegen, warum das Zieldatum 2030 wichtig ist und welche strategischen Möglichkeiten bestehen, um ambitionierte Minderungsziele zu erreichen. Dabei soll nicht nur diskutiert werden, wie das technisch möglich ist, sondern auch, wie dafür ein breiter gesellschaftlicher Konsens gewonnen werden kann. Tim Petzoldt von der Klimawende Köln wird darstellen, welche Rolle die regionale Energieversorgerin RheinEnergie AG dabei spielt. Gemeinsam soll mit einem Vertreter der RheinEnergie AG und Bürger*innen diskutiert werden, wie die notwendigen Klimaschutz-Maßnahmen in Köln erreicht und politisch durchgesetzt werden können.

Veranstalterin

Die Klimawende Köln wurde initiiert von Bürger*innen, unterstützt von regionalen Klima- und Umweltgruppen. Die neu gegründete Bürgerinitiative ist unabhängig von Parteien und Wirtschaft und möchte in Köln Klimaschutzmaßnahmen mit Hilfe von Bürgerbegehren durchsetzen. In einem ersten Schritt fordert sie von der RheinEnergie AG eine Umstellung auf erneuerbare Energien bis 2030. Die Klimawende Köln setzt dabei auf Dialog: Mit der regionalen Energieversorgerin, den Mitgliedern des Stadtrates und allen Bürger*innen, die sich für die Energiewende interessieren und einsetzen wollen.

Presse-Spiegel

 

7.9.2020 KStA: Klimawandel kostet die Stadt Milliarden

4.9.2020 WDR: Klimaschützer fordern in Köln 100 Prozent Ökostrom

3.9.2020 KStA: Umstieg auf Ökostrom Klimaschutz kostet Köln dreistelligen Millionenbetrag

2.9.2020 Kölnische Rundschau: Bürgerbegehren Initiative will Rheinenergie zu 100 Prozent Ökostrom verpflichten

20.1.2020 – Deutschlandfunk: klimaneutrales Köln mit Energieversorger im Fokus

18.01.2020 – KStA: Rhein-Energie soll auf Öko-Strom setzen

17.01.2020 – WDR: Bürgerinitiative fordert ein klimaneutrales Köln bis 2030

17.01.2020 – WDR: Lokalzeit – kompakt (von Minute 10:38 bis 11:32) – leider nicht mehr online